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Brämenkessel

Wenn der Sommer Einzug hält, beginnt auch die Saison der lästigen Insekten wie Mücken, Wespen, Fliegen und Brämen (Bremsen). Darunter leiden nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Bei den «Rossbrämen» sind es die aggressiven Weibchen, die sich besonders gerne vom Blut der Pferde ernähren.

Als die Fuhrpferde im Gewerbe und in der Landwirtschaft im Sommer täglich im Einsatz standen, wurde deshalb zu ihrem Schutz der Brämenkessel vorne an der Mitteldeichsel oder bei einem Einspänner seitlich an den Landen angehängt. Im Kessel erzeugten ölige Lappen oder mottende Kräuter einen stinkenden Rauch, der die Insekten vertrieb.

Statt eines Brämenkessels wurden auch Rauchsäcke verwendet, die aus eingerollten und mit Draht befestigten, nassen Jutesäcken bestanden, die einen beissenden Rauch entwickelten. Eine weitere Möglichkeit der Insektenabwehr war ein am Kopf befestigter, geknüpfter Fliegenschutz mit Zotteln. Später war im Handel auch ein Brämenöl erhältlich.

Brämenkessel
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Quelle/n: Rätisches Museum

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